Science-Fiction-Filme und -Romane haben uns das Jahr 2030 als Utopie beschrieben, in der wir in fliegenden Autos reisen, silberfarbene Overalls tragen und per unter der Haut implantiertem Mikrochip kommunizieren werden. Jetzt rückt 2030 näher, und niemand von uns hat, zumindest bis jetzt noch nicht, spitz zulaufende Ohren.

Tatsache ist, dass sich die Art zu Reisen selbst verändert, vielleicht weniger radikal, aber doch eindeutig und konkret.

Laut der Studie Future Traveller Tribes 2030 der Amadeus Group, einem führenden multinationalen Konzern auf dem Markt für Reisen und Forschung im Bereich Tourismus, werden in nur wenigen Jahren 1,8 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt reisen.

Jedes Jahr werden 5 % mehr Menschen weltweit ein Flugzeug besteigen, um ein fremdes Land zu besuchen.

Und dies sind die 6 Typen der Reisenden „der Zukunft“:

  • Der Fan der Einfachheit. Das Motto dieser Reisenden ist „Urlaub“. Sie wollen einen ruhigen, organisierten Urlaub, also ein komplettes Paket, auf das sie sich verlassen können, ohne sich auch nur irgendwie anstrengen zu müssen.
  • Der Kulturpurist. Für Kulturpuristen gelten nur authentische Erlebnisse. Kein Programm eines Reiseveranstalters, sondern nur das Eintauchen in fremde Kulturen und die Bereicherung des eigenen kulturellen Erfahrungsschatzes.
  • Der „Social Media-Kapital“-Sammler. Die Sammler wählen ihr Reiseziel nach Online-Rezensionen und der „Instagrammierbarkeit“ der Sehenswürdigkeiten aus. Je mehr Likes sie bekommen, desto zufriedener sind sie!
  • Der Luxusjäger. Luxus, Entspannung und Komfort. Diese Reisenden lieben die angenehmen Seiten des Lebens und sind bereit, viel Geld für ihre Annehmlichkeiten auszugeben.
  • Der Meeting-Optimierer. Die Motivation der Geschäftsreisenden 2.0 sind ihre Arbeitstermine. Sie werden jedoch immer versuchen, ihre Pflichten möglichst mit echten Reiseerlebnissen zu vereinbaren. Zwischen einem Meeting und einer Präsentation werden sie Sehenswürdigkeiten finden, die sie schnell und bequem erreichen können, um eben genau das eine schöne Museum, das in direkter Nähe zum Hauptsitz des Unternehmens liegt, nicht zu verpassen…
  • Der ethische Reisende. Sein Geld in einem bestimmten Land auszugeben bedeutet, einen Beitrag zu dessen Wirtschaft zu leisten. Dies ist das Hauptauswahlkriterium der ethischen Reisenden, die nichts auf sich kommen lassen.

Keine Raumschiffe also, jedenfalls noch nicht.

Dafür aber eine total vernetzte Welt, die hochgradig „social“ und bewusster ist und in der sich klar definierte Trends in einem Tourismusszenario abzeichnen, das den Unternehmen der Branche schon zum Teil bekannt ist. Und ihr, wie stellt ihr euch das Reisen der Zukunft vor?