Heute braucht ihr zwar eure Tickets, aber der Ausweis kann zu Hause bleiben. Heute widmen wir uns wieder dem Thema Kino und auf dem Programm steht wieder eines unserer Lieblingsfilme: „Terminal“.

Für alle, die Steven Spielbergs Film verpasst haben, ist die Handlung schnell erzählt: Viktor ist aus der kleinen, ehemals sowjetischen Republik Krakosien abgereist, landet am New Yorker Flughafen JFK und ist bereit für die Einreise in die USA. Während seiner Flugreise kommt es aber in seinem Land zu einem Staatsstreich: Viktor wird damit staatenlos und darf den Flughafenterminal nicht mehr verlassen.

Der Flughafen wird also im wahrsten Sinne des Wortes sein Zuhause.

Natürlich nicht gerade ein bequemes und gemütliches Haus, sondern ein Käfig, in dem er gefangen bleibt. Diese Geschichte ist nicht erfunden, sondern sie ist dem iranischen Flüchtling Mehran Karimi Nasseri wirklich passiert, der 18 Jahre lang wegen eines Problems mit seinen Papieren im Pariser Flughafen Charles de Gaulle gelebt hat.

Und die Moral von der Geschichte?

#Warten

Nun ja. Auf Flughäfen muss man warten, damit müssen wir uns abfinden, also können wir die Zeit genauso gut auch sinnvoll verbringen: Wenn ihr auf der Heimreise seid, könnt ihr noch ein letztes Mal die landestypischen Spezialitäten probieren; wenn ihr hingegen gerade erst anreist, bereitet euch mit dem Reiseführer (oder mit Tipps von anderen Reisenden, die genau wie ihr auch im Flughafen warten!) so gut wie möglich vor.

#WörterWörterWörter

Im Film rettet Viktor einer Person dank seiner Russischkenntnisse im wahrsten Sinne des Wortes das Leben: Damit wollen wir nicht sagen, dass ihr auf jeden Fall Russisch können müsst, aber jedes neu gelernte Wort in egal welcher Fremdsprache ist bestimmt ein kleiner Mosaikstein, der euch neue Freiheiten und neue Chancen bieten kann.

#Jazz

In „Terminal“ trennt sich Viktor nie von einer Dose, deren Inhalt für ihn das Wichtigste auf der Welt ist (und wir verraten euch ganz sicher nicht, was das ist): Natürlich bedeutet Reisen, neue Dinge zu entdecken, aber wir dürfen dabei nie vergessen, wer wir sind. Nehmen wir immer den authentischsten Teil von uns selbst mit bzw. das, was für uns am wichtigsten ist: Auf diese Weise können wir unter Umständen das Leben der Menschen verändern, denen wir auf unserem Weg begegnen.

#Romantik

Weil wir nur an Gepäck, Kontrollen, Tickets und Abflugzeiten denken, vergessen wir manchmal, dass ein Flughafen durchaus ein extrem romantischer Ort sein kann: Nehmen wir uns also zunächst die Zeit, die wir brauchen, um alle von der Fluggesellschaft verlangten Formalitäten zu erledigen, und danach betrachten wir die kleinen Liebesszenen um uns herum mit anderen Augen.